Monat: September 2016

Ständerat stimmt Gegenvorschlag zu

Sehr geehrte Damen und Herren

Es freut uns, Ihnen mitteilen zu können, dass der Ständerat heute die Vorlage zur Wiedergutmachungsinitiative und zum Entwurf des Bundesgesetzes über die Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 behandelt hat. Er hat heute namentlich dem indirekten Gegenvorschlag zur Wiedergutmachungsinitiative mit 36 zu 1 Stimmen bei 0 Enthaltungen sehr deutlich zugestimmt.

Dies die Medienmitteilung vom 15.09.2016.

Anlaufstelle Heilsarmee

Die Aufarbeitung bei der Thematik FSZM zeigt sich vielerorts als unglaubwürdig und hinterlässt meist den faden Nachgeschmack von Alibi Übungen. Die Heilsarmee welche oftmals von vielen belächelt wird, scheint es nach meinem Dafürhalten jedoch mit einer glaubwürdigen Aufarbeitung ernst zu meinen.

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Pirmin Schwander

Liebe/r Leser/in
Auf Grund meiner Arbeit am runden Tisch habe ich so ziemlich alle Parlamentarier unserer Schweiz angeschrieben. Jedoch nur ein einziger dieser angeschriebenen Parlamentarier zeigte sich zu einem Treffen und einem Gespräch mit mir bereit. Und zu meinem grossen Erstaunen war dies noch ein Mitglied der SVP, welche sich zuerst der Art gegen eine Aufarbeitung gesträubt hatte.

Sollten Sie sich bereits ein wenig beim Thema FSZN durchgelesen haben, so dürfte Ihnen sicherlich nicht entgangen sein, dass kritische Äusserungen keine Seltenheit für mich darstellen. Somit also habe ich bei meinem Schreiben an Herrn Pirmin Schwander ein Lob für dessen Plädoyer ausgesprochen. Jedoch enthielt ich mich absolut nicht auch entsprechende Kritik in meinem Schreiben anzubringen. Als unfreundlich würde ich mein Schreiben an Herrn Schwander nicht bezeichnen, doch freundlich würde trotz des ausgesprochenen Lobes auch in meinen Augen etwas anders aussehen.

Dennoch erwies sich Herr Schwander nicht nur als der Einzige welcher Bereitschaft zu einer Auseinandersetzung zeigte. Was für mich persönlich nicht nur als Bürgernähe, sondern auch als Charakterstärke bewertet wird. Und sollten Sie nun auf den Gedanken kommen, dass ich nach einer Viertelstunde Gespräch sicherlich gleich wieder abgewimmelt worden wäre, so würden Sie damit falsch liegen. Denn Herr Schwander nahm sich wirklich beinahe 3 Stunden Zeit um sich unser Anliegen anzuhören und es verblieb absolut nicht der Eindruck für dumm verkauft zu werden. Ganz im Gegenteil glaubte ich mit gutem Recht hier Unterstützung für unser Projekt des 3-D Druck Cafés finden zu können. Und ist diese bis heute noch nicht erfolgt so glaube ich kaum, dass dies an Herrn Schwanders ehrlichen Absichten liegen dürfte. Viel eher sind die Ursachen dafür bei den Problemen zu finden, mit welchen Herr Schwander aktuell konfrontiert wird.

Herr Schwander hat vielen Menschen mit Geld aus der eigenen Tasche geholfen, ohne Eigennutz und nur aus sozialem Engagement, was heute so selten zu finden ist. Weshalb einige Leute eigentlich eine Petition gegen die Aufhebung der parlamentarischen Immunität von Primin Schwander starten wollten. Denn es kann und darf nicht sein, dass Menschen welche anderen Menschen in Not helfen wollen, dafür auch noch bestraft werden sollen.

Leider war ich die letzten Wochen durch Krankheit und andere Aktivitäten verhindert und konnte mich nicht mehr darum kümmern diese Site zu pflegen, wofür ich mich in aller Form entschuldigen möchte. Da es sich jedoch abgezeichnte hatte, dass die Immunität von Herrn Schwander doch nicht aufgehoben werden soll, wurde von dem Gedanken der Petition vorerst Abstand genommen.

Scheinbar soll nun Herr Schwander als Privatperson vor Gericht gestellt werden, was die Sache auch nicht weniger fragwürdig macht. Denn wenn es strafbar wird einem Menschen zu helfen, damit dieser zumindest nicht ohne Rechtsbeistand dasteht, dann verbleibt doch die Frage: Wo bewegen wir uns hin?

Ich jedoch möchte mich an dieser Stelle noch einmal ganz freundlich bei Herrn Schwander dafür bedanken, dass ich ihm unser Projekt vorstellen durfte. Und ganz besondersn möchte ich Herrn Schwander für die Unterstützung danken, welche er schon vielen Betroffenen fürsorgerischer Zwangsmassnahmen ohne Eigennutz gewährt hat.

Bitte lesen

MachWas ist als Verein politisch sowie auch konfessionell neutral und in diesem Sinn soll das Projekt 3-D Druck Café auch gehandhabt werden. Grundsätzlich ist also jede/r willkommen welche/r zu dessen Umsetzung beitragen möchte
Das Projekt aber ist verbunden mit der Thematik FSZM, aus welcher alles entstanden ist. Weshalb dieses Thema bei uns ganz klar im Vordergrund steht.

Andreas Jost ist als Teilnehmer des von Frau Sommaruga einberufenen runden Tisches FSZM, der Initiator des Projektes. Als selbst Betroffener dieser Thematik empfindet er die Ergebnisse dieser Aufarbeitung als nicht der Sache angemessen. Weshalb nicht alles auf dieser Internetpräsenz von Friede, Freude und Eierkuchen geprägt sein wird. Denn die Thematik FSZM ist absolut keine leichte Kost, keine Komödie, kein Liebesfilm und ein Happy End ist zumindest zum aktuellen Zeitpunkt nicht in Aussicht. Wobei vieles von dem was gesagt werden müsste totgeschwiegen wird. Doch Probleme werden weder durch Totschweigen, noch durch zu Tode reden aus der Welt geschaffen.

Probleme aber können gelöst und Konflikte können bereinigt werden durch Kommunikation, Empathie und gegenseitiger Wertschätzung. Denn natürlich braucht es manchmal klare Worte welche nicht überall gut aufgenommen werden. Doch wer meckert sollte auch Lösungsansätze anbieten können, welche wir in Kommunikation, Empathie und gegenseitiger Wertschätzung sehen.

Werte welche in einer profitorientierten Gesellschaft zunehmend zu verkümmern scheinen und welche wir mit unserem Projekt wieder fördern möchten. Was auch einem klaren Bedürfnis entspricht wie dies durch die zunehmende Zahl sozial orientierter Projekte unter anderem belegt wird.

Wobei aber in beinahe allen uns bekannten Fällen der Zulauf solcher sozial orientierten Projekte meist nur durch die jeweiligen Zielgruppen erfolgt. Was in den meisten Fällen auch richtig und notwendig ist, aber irgendwie auch eine Form der Abgrenzung darstellt.

Wir jedoch möchten die Form solcher Angebote dadurch ergänzen, nicht nur unsere Zielgruppen mit unserem Angebot anzusprechen. Sondern möchten wir auch jene erreichen, bei welchen fürsorgerische Zwangsmassnahmen oder Armut kaum oder nur sehr oberflächliche Themen sind.

Erreichen wollen wir diese Menschen durch ein interessantes Angebot in einem ansprechenden Umfeld. Was nun einmal nicht ohne Einigem an Unterstützung auch in finanzieller Form, nicht umsetzbar ist. Weshalb auch an Dich die Frage geht, ob Du uns in irgendeiner Form unterstützen könntest/möchtest.